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Gefärbtes Wasser, so genannte Tinte, ist bereits seit über 5.000 Jahren bekannt und fand zunächst in Ägypten Anwendung. Hier wurde sie mit Hilfe von Pinseln, Füllfederhaltern oder auch Federkeilen auf meist helle Untergründe aufgetragen. Die dunkle Farbe der Tinte selbst wurde durch in Wasser gelösten Ruß hergestellt.

Tinte - Bild 1

Im Rahmen der Kaligraphie hat sich im Übrigen bis heute die so genannte Tuschestange durch- gesetzt – eine gepresste Stange, bestehend aus Gelantine-Leim, Nadelholzkohle und Lampenöl. Ebenso wird auch heutzutage noch die so genannte Eisengallustine genutzt, welche sich durch Langlebigkeit auszeichnet.

Während des Mittelalters wurden schließlich der Mischflüssigkeit neue Farbpigmente zugesetzt, so dass Tinte auch in weiteren Farben zur Verfügung stand. Im Laufe dieser Zeit wurde daraufhin beim Schriftverkehr die so genannte Dornrindentinte populär, da diese den Vorteil gegenüber der Eiselgallustine besaß, weniger schnell einzutrocknen, aber als ebenso langlebig galt.

Neue Tintenarten

Im Laufe der Zeit ergab sich schließlich durch Innovationen eine große Produktpalette diverser Tinten-Arten, welche für unterschiedliche Gebiete von Vorteil sind. Mittlerweile besteht Tinte größtenteils aus Dispersionen diverser Farbpigmente oder aus einer Lösung, welche entweder auf keinen oder sehr geringen Bindemitteln basiert.

Tintenstrahl Drucker

Gerade im Bereich der Technik, zum Beispiel im Sektor der Tintenstrahldrucker oder auch für Multifunktionssysteme, ist jedoch Tinte von Nöten, welche eine freie Mischbarkeit diverser Farbnuancen voraussetzt, wobei jede Nuance über die identische Trocknungszeit zu verfügen hat. Wo hingegen jeder herkömliche Laserdrucker einen Toner für den Druckvorgang benötigt.

Für jede Aufgabe eine andere Tinte

So kann für unterschiedliche Aufgaben auf Tinte mit löslichen Farbmitteln, wie lösungsmittelbasierte Tinte und Tinte auf Wasserbasis zurückgegriffen werden, oder Sie entscheiden sich für Tinte mit unlöslichen Farbmitteln. Diese Tintengattung kann wiederum ebenfalls in unterschiedliche Gruppen differenziert werden, wie zum Beispiel in die so genannte pigmentierte Tinte und des Weiteren in Tusche.

Ebenso ist Leuchttinte erhältlich, welche nur unter UV-Licht-Einwirkung zum Vorschein kommt. Bei Kindern erfreut sich allerdings noch heute die so genannte Geheimtinte, eine Rezeptur aus Zitronensaft und Wasser, welche nur unter Wärmeeinwirkung sichtbar wird, immer noch größter Beliebtheit.